Tag 21 – Gefühlt – vom Nordpol zum Äquator
Unser allmorgendlicher Weckruf – Tims Handy – hat den Geist aufgegeben, was nun? Es mussten gleich drei Alarme von drei unterschiedlichen, funktionstüchtigen Handys herhalten, um uns Schlafmützen pünktlich um 6.00 Uhr aus den Federn zu klingeln, denn schließlich wollten wir den Sonnenaufgang am Sunrise Point des Bryce Canyon NP auf gar keinen Fall verpassen. Doch Alarm hin oder her, keiner konnte ein klingeln vernehmen. Ein starkes pochen gegen Lonas riss uns schließlich alle aus dem Tiefschlaf, sodass plötzlich alle im Bett aufrecht saßen. Was war das? Ein Bär?
Nein, leider nicht, eine Bekanntschaft mit einem Bär wäre auch zu schön gewesen. Es war Moritz, der bereits top fit war und zum Glück von seinem Alarm aufgewacht war. Bei einer Eisesskältee zogen wir uns an und suchten das Toilettenhäuschen auf, danach ging es raz faz zum Sonnenaufgang, den wir gerade noch so aus der dritten Reihe miterleben konnten. Es hatten sich an diesem Morgen überraschenderweise Massen von Menschen überwinden können sehr früh aufzustehen, denn die Aussichtsplattformen waren voll, vor allem voll von Deutschen. Um es möglichst lange in der Kälte auszuhalten wickelten sich einige in Schlafsäcke ein. Sobald die Sonne erschien wurden die Photoapparate gezückt und ein Bild nach dem anderen geschossen. 2 Minuten später waren die meisten wieder verschwunden. Wir n utzten die Gelegenheit, um, wie so oft, eine Photosession zu starten. Auf dem Parkplatz hatten sich Deutsche aus ihrem RV ausgesperrt, leider konnten auch wir Ihnen nicht helfen, aber das war gar kein Problem, denn schon waren die nächsten Deutschen zur Hilfe – mit einem Werkzeugkasten bestens ausgerüstet.. Herrlich, die Deutschen, wie die Ameisen auf der Welt verteilt, man kann tun was man will, man wird sie einfach nicht los.
Wir nahmen die Fahrt wieder auf und steuerten auf den Zion NP zu. Mit zunehmender Zeit sowie Entfernung vom Bryce Canyon NP wurde es immer wärmer & wärmer und heißer& heißer und (autsch) brennend heiß!!!
Auf dem Weg haben wir einen Zwischenstopp eingelegt, um unseren Eisvorrat sowie unseren Tank aufzufüllen und siehe da, kaum nähern wir uns der Zivilisation, schon haben wir wieder Empfang. Wir haben die Chance genutzt, um Anrufe zu tätigen sowie ins Internet zu gehen. Es wurden E-Mails geckeckt, Kontostände überprüft und bei Hotwire nach Hotels in Las Vegas gesucht. Und B-b-bammm wir haben für eine Nacht zwei Zimmer in einem über mega-ultra-abgefahrenen-geilen Hotel zu einem bombastischen Preis bekommen. Ich kann es noch gar nicht glauben. Entschuldigt meine Euphorie, aber aaaaahhhhhhh boom-chicka-wa-wa. „Viva Las Vegas“ !!!
Mit einer Eskorte durch einen Tunnel im Zion angekommen und mit einem Fuß aus dem RV ausgestiegen fließen bereits die ersten Schweißperlen. Die Jungs sind in den Fluss gestürmt, während wir Mädels uns beach-fertig gemacht haben. In praller Sonne haben die fleißigen Handwerker für einen Sonnenschutz gesorgt. Anschließend sind wir allesamt an den Bach umgezogen, da die Hitze kaum noch zu ertragen war. Die einen haben ein Nickerchen gehalten, gelesen, im Bach geplanscht oder ein Bierchen getrunken. Einige Zeit später wurde unser mobile Tisch sowie unsere Stühle ausgepackt und am Strand in den Schatten gestellt. Noch schnell die Karten rausgeholt und eine neue, spannende Runde Doppelkopf wurde begonnen. Auch unser sehr leckeres Abendessen haben wir an den Strand verlegt. Wunderschön, das Geplätscher vom Bach, der Kerzenschein und wir Chaoten umringt von gigantischen Felswänden. Tot müde hat eine Partie den Abwasch erledigt, die anderen haben aufgeräumt und sich Bett fertig gemacht. Das geplant schnelle Schlafengehen, um für die morgige Tour fit zu sein, hatte sich als etwas problematisch entpuppt. Lonas hatte über den Tag die Hitze aufgenommen, sodass es am Abend teilweise angenehmer war sich draußen aufzuhalten, als im Wohnmobil. Somit vertrieben alle unterschiedlich ihre Zeit bis Lonas eine angenehme Temperatur erreicht hatte. Ich war im Nuh im Tiefschlaf, so dass ich noch nicht einmal mitbekommen habe, dass ich absichtlich mit Wasser bespritzt wurde. Auch Lara, Mieke und Moritz sind allmählich eingeschlafen nur Tim hatte mit der Hitze noch zu kämpfen. Er vertrieb sich die Zeit am PC bis er erschöpft und voller Vorfreude auf die uns bevorstehende Flusswanderung einschlummerte.
- Fanny
- Abendessen im dunklen.
- Fanny tanzte um uns herum.
- Nur essen wollte sie nicht.
- Guten Apetit.
- Zur Sonne hinauf.
- Hoch stand sie ja nicht mehr.
- Das Wasser war sehr schoen anzuhoeren.
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- Published:
- August 30, 2009 / 3:19 am
- Category:
- USA Road Trip 2009
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